Kooperationsansätze in der Pränataldiagnostik

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Pränataldiagnostische Untersuchungen werden von Schwangeren zunehmend selbstverständlich in Anspruch genommen. Schwangere gehen davon aus, dass sie die Bestätigung des gesunden Entwicklungsstandes ihres Kindes erhalten. Stattdessen werden einige von ihnen aber mit einem auffälligen oder positiven Befund konfrontiert. Seelische und ethische Konflikte können dann die Folge sein.

Betroffene benötigen Unterstützung. Inzwischen ist in Fachkreisen unstrittig, dass eine umfassende Betreuung von Schwangeren und ihren Partnern nötig ist. Um eine umfassende Betreuung zu gewährleisten, müssen ärztliche und psychosoziale Beratung gut vernetzt sein und zusammenarbeiten – das zeigen die Studien der BZgA. Wichtig ist es, Kooperationsstrukturen zu schaffen: Bestehende Vorbehalte müssen abgebaut, Informationen über die Arbeitsweise der jeweils anderen Profession ausgetauscht und Konkurrenzen zwischen ärztlicher und psychosozialer Beratung beseitigt werden.

Im Rahmen des Modellprojekts „Interprofessionelle Qualitätszirkel in der Pränataldiagnostik (IQZ in der PND)“ initiierte die BZgA bereits ab 2002 eine berufsübergreifende Maßnahme zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen medizinischer und psychosozialer Beratung. Kooperationsstrukturen sollten herausgebildet und unterstützt werden. An sechs Standorten in Deutschland wurden Qualitätszirkel eingerichtet, in denen Fachkräfte aus der medizinischen und psychosozialen Beratung einen regelmäßigen Austausch über ihre beruflichen Herausforderungen im Kontext von Pränataldiagnostik (PND) führten. Ziel war es, vor Ort eine umfassende Betreuung für Schwangere zu institutionalisieren.  

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Kooperationsansätze in der Pränataldiagnostik (66 Seiten, 410 kB)
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Bibliografische Daten

Medium: Print
Erscheinungsdatum: 11/2010
Bestellnummer: 13320000
Bezugsbedingungen: kostenlos

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