Förderung der Akzeptanz des Kinder- und Jugendtelefons und sexualpädagogische Qualifizierungsmaßnahmen

Das Kinder- und Jugendtelefon, bekannt unter dem Namen "Die Nummer gegen Kummer" verfügt über einen hohen Bekanntheitsgrad bei Kindern und Jugendlichen. Zu Fragen nach Partnerschaft, Liebe und Sexualität sowie weiteren persönlichen Themen gibt es einen großen Wissens- und Aussprachebedarf bei Kindern und Jugendlichen. Fast die Hälfte der Beratungsgespräche befasst sich mit den Themen "Partnerschaft, Freundschaft, Liebe".

Projektstruktur
Das Projekt hatte vor allem die Qualitätssicherung und -verbesserung der Arbeit am Kinder- und Jugendtelefon zum Ziel. Eine einheitliche statistische Erfassung der Anrufe sollte Zusammenhänge zwischen dem Alter der Anrufenden, dem Geschlecht und dem Inhalt der Beratungsgespräche deutlich zu machen. Somit konnte z. B. auf den festgestellten Bedarf mit Fortbildungen der (ehrenamtlichen) Beraterinnen und Berater reagiert werden. Folgende Maßnahmen wurden durchgeführt:

  • Grundlagenschulung,
  • Standardisierung der Beratungsqualität,
  • Erarbeitung einer praxisorientierten und bedarfsgerechten Ausbildungskonzeption und
  • Erstellung eines Leitfadens für die ehrenamtliche Ausbildung,
  • personalkommunikative Maßnahmen vor Ort wie Kooperation mit Institutionen der Kinder- und Jugendarbeit/ -bildung,
  • Dokumentation und Evaluation, um eine themenbezogene Anpassung des Statistikbogens, eine Auswertung hinsichtlich Themen, Alter, Geschlecht, Ost-West-Vergleich, eine Erfolgskontrolle der Öffentlichkeitsarbeit und eine höhere Akzeptanz des Beratungstelefons zu ermöglichen,
  • Erstellung und Einsatz von projektbegleitenden alters- und themenspezifischen Öffentlichkeitsmaterialien (wie z.B. Plakate, Aufkleber, Scheckkarten).

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Themen der Sexualaufklärung am Kinder- und Jugendtelefon 2000 (20 Seiten, 160 kB)
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English Version:
Promotion of the Acceptance of the Children's and Young People's Telephone Hotline and Sex Education Training Measures

Forschungsdesign

Laufzeit
1996 bis 1999

Projektleitung

Heidi Schütz
Heidi Schütz ist Diplom-Psychologin und Sexualpädagogin. Sie ist als Fachleiterin für Statistik und Ausbildung beim DKSB BundesArbeitsGemeinschaft Kinder- und Jugendtelefon e.V. in Wuppertal tätig. Von 1996 bis 1999 leitete sie das Modellprojekt „Förderung der Akzeptanz des Kinder- und Jugendtelefons sowie begleitende sexualpädagogische Qualifizierungsmaßnahmen" mit den Arbeitsschwerpunkten sexualpädagogische Aus- und Weiterbildung, Evaluation und Dokumentation. mehr


Dagmar Saurwein

Zielgruppe
Kinder und Jugendliche
Schwerpunkt: 10- bis 16-jährige, Ehrenamtliche im Beratungsteam des Kinder- und Jugendtelefons, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, Institutionen der Kinder- und Jugendhilfe

Ziele
Bestandsaufnahme der laufenden Aus- und Fortbildung, kontinuierliche Fortbildungseinheiten für die BeraterInnen, Erarbeitung eines Curriculums zur Sicherung des Qualitätsstandards

Literatur

Schütz, H. (1999): Fragen von Kindern und Jugendlichen zu Sexualität, Liebe und Partnerschaft, in BZgA (Hg.):  Wissenschaftliche Grundlagen. Teil 1 – Kinder, in: Forschung und Praxis der Sexualaufklärung und Familienplanung, Band 13.1, Köln

Stress mit der Liebe – ein Modellprojekt, in: BZgA (1997): FORUM Sexualaufklärung und Familienplanung, Heft 1-2/1997, Köln